| Das
Glockenhaus
Der Hattgensteiner Ortskern wird im
Wesentlichen geprägt durch das 1762 erbaute Glockenhaus. Das Wahrzeichen
und Wappensymbol der Ortsgemeinde hat eine bewegte Geschichte hinter
sich:
- Zunächst diente es als Wohnhaus des
Gemeindedieners und wurde zusätzlich als Schulhaus genutzt.
- Als 1844 ein neues Schulhaus gebaut
wurde, diente es nur noch als Wohnhaus.
- Russischen Kriegsgefangenen diente das
Häuschen im Ersten Weltkrieg als Unterkunft
- Im Zweiten Weltkrieg hielten sich die
nächtlichen Luftschutzwachen darin auf
- Nach dem Zweiten Weltkrieg - von 1950
bis 1975 - diente es wiederum als Wohnhaus für zwei Flüchtlingsfamilien
- Seit dem Anbau des Treppenturmes im
Jahre 1975 wird das Glockenhaus als kleine Kirche genutzt.
Bemerkenswert
ist, dass nun schon die 4. Glocke im Turm des Häuschens hängt,
- die erste zersprang angeblich während
dem Trauergeläut anlässlich des Todes der beiden Kaiser Wilhelm
und Friedrich im Jahre 1888
- Die zweite und die dritte wurden in
den beiden Kriegen eingeschmolzen
-
Seit 1951 hängt die
heutige Glocke, auf der geschrieben steht:
Von Bergeshöh`n, ins Land hinein klingt
klar und weit die Stimme mein.
Ich rufe zur Arbeit und mahne zur Ruh im Wechsel des Lebens immerzu.
Ich künde der Menschen Freud´ und Leid und leite sie zur Ewigkeit.
Gott gebe Frieden zum Geläut!
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Das Glockenhaus heute

Das Glockenhaus um 1920

Anbau des Turmes 1975
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