Hattgenstein beim Dorfwettbewerb erneut erfolgreich
Nach 2003 konnte sich Hattgenstein erneut als Sieger des Kreisentscheides für den Gebietsentscheid des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" qualifizieren. Für Kenner des Hattgensteiner Dorflebens dürfte dies indessen keine große Überraschung gewesen sein, denn seit 2003 hat die Gemeinde kontinuierlich weiter gearbeitet, was den Juroren nicht entgehen konnte.
Nachdem Hattgenstein 2003/2004 auch den Gebietsentscheid für sich entscheiden konnte, hat sich insbesondere folgendes getan, was positiv in die Bewertung eingeflossen sein dürfte:
Umsetzung des dorfeigenen "Tourismuskonzeptes" durch Errichtung eines Aussichtsturmes und Etablierung der Gastronomie am Fuße des Turmes, was gleichzeitig die Wiederbelebung des leerstehenden Sportlerheimes bedeutete.
Reaktivierung des alten Kelterhauses in Eigenleistung und Einführung eines jährlichen Kelterfestes
Wiederbelebung des Schlachthauses und Schaffung einer Existenzgrundlage für den Pächter
Belebung des alten Dorfkernes durch Verkauf mehrere bisher leerstehenden Häuser
Im Neubaugebiet sind nahezu alle Bauplätze verkauft und bebaut. Eines der Häuser ist aufgrund seiner ressourcenschonenden Bauweise sogar überregional interessant. Der zweite Abschnitt der Erschließung wurde durch Landkauf vorbereitet.
Die Anzahl der Gewerbebetriebe ist gestiegen.
Der Ausbau der durch das Dorf führenden K 15 - insbesondere die Neugestaltung des Kreuzungsbereiches mit der Landesstraße ist in Planung und wird die ohnehin bereits harmonische Grüngestaltung noch erheblich aufwerten.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde durch viele Aktivitäten stark fokussiert, so wurde ein Jugendcamp im Wald veranstaltet, ein Weihnachtsspiel aufgeführt und gemeinsam mit den Kindern ein Biotop angelegt.
Auch dieses Internetangebot wurde seitdem bedeutend weiter ausgebaut und neu gestaltet.
uvm.
Hattgenstein kann sich
also "mit breiter Brust" auch dem Gebietsentscheid
stellen.
Unberücksichtigt bleiben darf jedoch nicht, dass Hattgenstein nun
in der Sonderklasse antreten muss, in der es sich ausschließlich
mit bisher bereits ebenfalls erfolgreichen Gemeinden messen lassen
muss. Die Konkurrenz dürfte also stärker sein als 2003.
Nahe-Zeitung vom 20.05.2006:
Viel Grün verschönert die 280-Einwohner-Gemeinde
"Unser Dorf hat Zukunft": Hattgenstein ist Erster in der Verbandsgemeinde - Einbindung in Landschaft ist mustergültig
VG BIRKENFELD.
Nicht unerwartet setzte die Verbandsgemeinde-Jury Hattgenstein auf den ersten Platz im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Schließlich war der 280-Einwohner-Ort vor zwei Jahren bereits auf Landesebene mit einem Sonderpreis für herausragende ökologische Leistungen ausgezeichnet worden. Nun lobte der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Soziales der Verbandsgemeinde Birkenfeld in erster Linie den rührigen Verein "Hattgenstein natürlich", der sich praktisch und theoretisch in der Dorfverschönerung und im Umweltschutz engagiert. Zu dem grandiosen Ergebnis mit 87 von 100 Punkten trugen auch das ausgeprägte Grün im Ort und die mustergültige Einbindung in die Landschaft bei. Positiv registrierten die Kommunalpolitiker die Wiederbelebung des ehemaligen Sportlerheims und des Schlachthauses.
Auf den zweiten Rang rückte Dambach vor, das 87 Zähler sammelte. Dort lobten die Juroren die funktionierende Dorfgemeinschaft und die vorbildlichen Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Mit Genugtuung nahm der Ausschuss zur Kenntnis, das seine Anregung aus dem vorigen Jahr aufgegriffen und die Thujahecke am Friedhof durch Buchen, also ein heimisches Gehölz, ersetzt wurde.
Den dritten Platz teilten sich mit 83 Punkten Rinzenberg, der Sieger des ersten kreiseigenen Wettbewerbs 2004, und Schwollen; das Sprudeldorf hatte vor Jahresfrist sowohl in der Verbandsgemeinde als auch im Landkreis den ersten Platz erreicht.
Enttäuschend mag für Brücken der fünfte Platz mit 80 Punkten sein. Dies muss kein schlechtes Omen für den Kreisentscheid sein, dessen Jury am heutigen Mittwoch den drittgrößten Ort der VG Birkenfeld und Dambach in Augenschein nimmt: Im zurückliegenden Jahr landete Brücken in der Verbandsgemeinde nur auf dem dritten Platz, wurde danach aber zusammen mit Schwollen Kreissieger der Sonderklasse.
Den sechsten Platz belegte Gimbweiler mit 74 Punkten - die Gemeinde hat noch erheblichen Nachholbedarf, startete neuerdings eine Reihe beachtlicher Initiativen. Erst zum dritten Mal beteiligte sich Elchweiler und bekam 73 Punkte. (ks)
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