Nach der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde genießt die Dorferneuerung in Hattgenstein wieder einen hohen Stellenwert
Land wird nicht auf Vorrat erschlossen
Rat erteilte Planer Wandel und Moderatorin Franzen-Voß
den Zuschlag
Immerhin 144 000 Euro investiert die
Gemeinde Hattgenstein in diesem Jahr. Der Ausbau eines Feldwegs und der
Grunderwerb für das Neubaugebiet bilden Schwerpunkte.
HATTGENSTEIN. Mit 80 000 Euro
schlägt im Hattgensteiner Etat der Ankauf des Bauerwartungslands
für die
Fortführung des Wohngebiets
Auf dem Schoß zu Buche. Wann und in welcher Größenordnung das
Projekt in Angriff genommen wird, ist offen. "Das hängt
vom Absatz ab - wir können es uns nicht
leisten, Bauland auf Vorrat zu erschließen", erklärt der
schon seit 1984 amtierende Ortsbürgermeister Rudi Gordner.
Nur
lose Anfragen gestellt
Acht der 29 Areale gehören
zum ersten Abschnitt. Fünf davon wurden an den Mann gebracht,
allein zwei im vorigen Jahr. Daher liefert der Haushalt 2005
voraussichtlich einen Überschuss von 40 000 Euro.
Demzufolge ist es möglich, auf 97 000 Euro aus der
allgemeinen Rücklage zurückzugreifen, um das aktuelle Budget
zu finanzieren.
Mit 25 000 Euro soll der Erlös aus einem Baugrundstück
zur Deckung beitragen. Zwar gibt es immer wieder Anfragen, aber
bis jetzt keine konkreten Verhandlungen. Der Preis beziffert
sich auf 35 Euro pro Quadratmeter; die Bauplätze umfassen
zwischen 550 und 850 Quadratmetern.
Zudem erhält der als "Wiesenweg" bezeichnete
Wirtschaftsweg, der von der Flurstraße nach Oberhambach abzweigt,
für 62 000 Euro eine neue Schwarzdecke. Noch nicht
bewilligt ist ein Landeszuschuss in Höhe von 32 000 Euro,
was 50 Prozent des Gesamtaufwands einschließlich Planung
entspricht.
Ferner sieht der Vermögenshaushalt 2000 Euro für einen Anhänger
vor, der sowohl von einem Traktor als auch von einem Auto
gezogen werden kann. "Wir brauchen ihn, um Rasenmäher und
sonstige Geräte zu transportieren", kommentiert das
Dorfoberhaupt diese seit Jahren aufgeschobene Anschaffung.
Während der Wanderweg vom Forsthaus zur Jugendfreizeitstätte
vollendet ist, stehen zwei andere im Vorjahr angelaufene Maßnahmen
kurz vor dem Abschluss: Das Biotop am Ortsausgang Richtung
Oberhambach ist noch auf Dichtigkeit zu überprüfen; auch die
Anpflanzungen fehlen. Daneben wird eine Lehrtafel aufgestellt.
Großzügige
Förderung
Ein besonderes
Augenmerk gilt in Zukunft wieder der Dorferneuerung, die seit
der Gestaltung des Ortsmittelpunkts am Feuerwehrgerätehaus
2002/03 ruhte. Denn die Ortsspitze wollte erst die Anerkennung
als Schwerpunktgemeinde abwarten, was bis Mai 2005 dauerte.
Dank der Hilfe des Landes bleiben die Fortschreibung des
Konzepts durch den ortsansässigen Architekten Hubertus Wandel
und die Moderation - zusammen 16 000
Euro - für die 280-Einwohner-Kommune
kostenneutral. Als Moderatorin wählte der Rat am Dienstagabend
Nathalie Franzen-Voß aus. Gute Ideen
erhofft sich Rudi Gordner vor allem für die Erneuerung der
beidseitigen Gehwege und Nebenanlagen im Zuge des vom Landkreis
für 2007 in Aussicht gestellten Ausbaus der Ortsdurchfahrt der
K 15.
Erleichtert ist der Ortschef, dass der Metzgermeister Markus
Wetsch das Schlachthaus und das ehemalige SCH-Heim,
die "Rothenburg-Hütte",
gepachtet hat: "Das läuft hervorragend." Impulse für
die Gastronomie erwartet er von dem 25 Meter Meter hohen
Aussichtsturm, den die Verbandsgemeinde bis Ende März am Rande
des Sportgeländes errichten lässt. (ks)
Eine Firma aus Kirchberg begann am Mittwoch mit der Aufstellung des Hattgensteiner Aussichtsturms. Foto: Gerhard Ding
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